Das Projekt

Der Online-Kalender „Des Volkes Stimme“ bietet multimediale Beiträge zu markanten Daten der Partizipation im deutschen Südwesten. Was initiierten die Mössinger, um an den Generalstreik gegen Hitler in ihrem Ort zu erinnern? Warum gibt es keine aufwendige badische Verfassungsurkunde von 1818? Was denken Passanten heute über den Kampf der 1848er um bürgerliche Rechte? Das Gemeinschaftsprojekt der Staatsrätin für Zivilgesellschaft und Bürgerbeteiligung, Gisela Erler, und des Hauses der Geschichte illustriert die Entwicklung der Partizipation im Land – vom 200. Jahrestag der badischen Verfassung (22. August 2018) bis zum 200. Jahrestag der württembergischen Verfassung (25. September 2019).

Ein Gemeinschaftsprojekt der Staatsrätin für Zivilgesellschaft und Bürgerbeteiligung, Gisela Erler, und des Hauses der Geschichte Baden-Württemberg.

Kalender

Auf Schusters Rappen – der Schwarzwaldverein erwandert den Südwesten

8. Juni 1864 | Wo es bei jedem Schritt nach Tannenharz durftet, wo die Waldspitzmaus der badischen Quellschnecke begegnet und wo Wandersleute von der Hornisgrinde oder dem Belchen ins Land schauen können, dort liegt der sagenhafte Schwarzwald. Wie kaum ein anderes Gebiet in Deutschland ruft der Schwarzwald romantische Heimatgefühle hervor, steht für unberührte Natur und …

Keine „verkalkten Säckel“ – ein Volksentscheid begräbt Badens Unabhängigkeitsbewegung

7. Juni 1970 | Vierzehn Jahre lang rotierten die Stundenzeiger auf den Schwarzwalduhren in Baden voller Ungeduld, ehe die dritte Runde im Kampf Baden-Württemberg versus unabhängiges Bundesland Baden eingeläutet wurde. De facto hatte die Mehrheit im Südwesten im Zweiten Volksentscheid vom Dezember 1951 der Bildung des Bindestrich-Bundeslands grünes Licht gegeben. Eine Ausnahme bildete Südbaden, wo …

Notbremsung – Stuttgarts Straßenbahner lassen kein Rad mehr rollen

1. Juni 1902 | Stuttgart war stolz auf sein neues Verkehrsmittel: Statt mit Hafer und wenigen Pferdestärken lief die Straßenbahn ab 1895 verstärkt mit elektrischem Strom. Doch saugte die Tram nicht nur aus den Fahrdrähten Energie, sondern auch aus ihren Fahrern: Arbeitszeiten von bis zu 13,5 Stunden ruinierten auf Dauer die Gesundheit. Eine Besserung war …