Die wandernden Kasinos – Jakob Lindau und die katholische Opposition

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5. Februar 1865 | Hier kann das Landesglücksspielgesetz (LGlüG) nicht weiterhelfen. Den Begriff „Wandernde Kasinos“ kennt es nicht. Und dies liegt nicht nur an der Schreibweise. Kein Wunder, denn die ursprüngliche Idee dazu stammt aus dem 19. Jahrhundert. Auf dem Katholikentag in Aachen 1862 wurden die Gläubigen dazu aufgerufen, „Kasinos“ zu gründen. Nein, die Kirche wollte sie nicht zum Glücksspiel verleiten. Casinogesellschaften galten seit der Französischen Revolution als Orte, an denen Männer des Bürgertums Freizeitvergnügen und politische Diskussion gepflegt miteinander verbinden konnten. Und genau dies sollten die neuen „Kasinos“ nun speziell auch für ein katholisches Publikum leisten – und damit ein politisches Zeichen setzen.

Politik ist kein Glückspiel, das wusste auch Jakob Lindau.
Politik ist kein Glückspiel, das wusste auch Jakob Lindau (Bildnachweis: HDGBW/Hemberger)

Der am 10. Mai 1833 in Heidelberg geborene Kaufmann Jakob Lindau war einer der Männer, die diese Idee aufgriffen. In seiner Heimatstadt gründete er im Herbst 1862 ein Kasino, das jeweils mittwochs im „Pariser Hof“ stattfand. Lindaus Initiative erzielte den gewollten Effekt: Seine Gesellschaft wurde zum Kern einer katholischen Gruppierung in Heidelberg, die sich im eklatanten Widerspruch zum vorherrschenden protestantisch-liberal geprägten Zeitgeist verstand. Das von der liberalen badischen Regierung in Karlsruhe durchgesetzte Schulgesetz vom 29. Juli 1864 führte zum endgültigen Konflikt: Die Katholische Kirche fürchtete um ihren Einfluss auf die Schulen und lief unter Berufung auf die Freiheit des Gewissens Sturm gegen die geplante staatliche Kontrolle.

In Lindaus Kasino entstand der Plan, sich künftig nicht nur in Heidelberg zu treffen und auszutauschen. „Wandernde Kasinos“ waren die Antwort! In aller Öffentlichkeit sollte sich die katholische Bevölkerung bei (je nach Region) Bier oder Wein nicht nur über ihre Themen besprechen, sondern letztlich für die katholische Sache politisch mobilisiert werden. Das erste auswärtige Kasino fand am 5. Februar 1865 in Mosbach statt. In der Morlockschen Bierbrauerei strömten die Menschen zusammen und hörten mit Begeisterung dem großartigen Redner Lindau zu. Am nächsten Tag kamen bereits bis zu 2.000 Menschen in Tauberbischofsheim zusammen. In den nächsten Tagen folgten im ganzen Großherzogtum fast täglich neue Kasinos, meist mit Lindau als gefeiertem Redner.

Die Liberalen begannen nervös zu werden. In Radolfzell und andernorts versuchten sie das Kasino zu stören. Geradezu dramatisch verlief das Mannheimer Kasino am 23. Februar. Nachdem die Veranstaltung verboten worden war, überfielen Gegendemonstranten einen von Lindau angeführten Zug von rund 3.000 Teilnehmern. Trotz mehrerer Verletzter griff die Polizei nicht ein. Der „Mannheimer Kasinosturm“ sorgte in ganz Deutschland für Schlagzeilen. Lindau war endgültig bekannt geworden, und die Gründung einer katholisch-konservativen Oppositionspartei nahm Formen an.


Zum Weiterlesen und -forschen:

  • Michael Kitzing: Für den christlichen und sozialen Volksstaat. Die Badische Zentrumspartei in der Weimarer Republik (= Beiträge zur Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien, Bd. 163.). Düsseldorf 2013.
  • LEO-BW: Jakob Lindau.

/// Was passiert, wenn Gabi, Ahmet, Piet, Lea und Werner die Arbeit niederlegen, lesen Sie morgen in unserem Onlinekalender.

Auf großer Bühne – der Mössinger Streik gegen Hitler

Ein Kommentar

31. Januar 1933 | Nur ein kleiner, von unbeugsamen Schwaben bewohnter Ort leistete Widerstand. Eigentlich wollte die Kommunistische Partei Deutschlands (KPD) die Machtübergabe an Adolf Hitler mit einem nationalen „Massenstreik“ beantworten. Aber die „Massen“ wollten nicht so recht mitmachen. Allein im 4.000 Einwohner großen Mössingen folgten fast 1.000 Arbeiterinnen und Arbeiter tatsächlich dem Aufruf zur Arbeitsniederlegung. Ausgerechnet hier, weit weg vom roten Berlin, am Rand der Schwäbischen Alb.

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Am 31. Januar 1933 versammelten sich 100 Menschen um 12 Uhr vor der Langgas Turnhalle. Mössingen war ein regionales Zentrum der Textilindustrie. Also zogen die Demonstrierenden von einer Textilfabrik zur nächsten. Zunächst zur Mechanischen Weberei Pausa, wo sich nach einer eindringlichen Rede des KPD-Unterbezirkschefs Fritz Wandel ein Großteil der Belegschaft anschloss, danach ging es weiter zur Trikotwarenfabrik Merz und schließlich zur Buntweberei Burkhardt. Bei Merz stieß der Zug auf keinerlei Verständnis, nicht nur der Eigentümer, auch die meisten Arbeiterinnen weigerten sich, mitzumachen. Und bei Burkhardt waren die Tore bereits verschlossen. Bei der Rückkehr zur Turnhalle warteten 40 Reutlinger Schutzpolizisten mit Gummiknüppeln auf die Streikenden. Über 70 Teilnehmende wurden verurteilt, darunter die Anführer des Streiks Jakob Stotz, Fritz Wandel und Martin Meier zu bis zu zweijährigen Gefängnisstrafen.

Zum 80. Jahrestag brachte das Theater Lindenhof im Jahr 2013 die Geschichte des Streiks in einer alten Werkshalle der Textilfirma Pausa auf die Bühne. Rund 100 Laiendarsteller und 50 Musiker aus Mössingen und Umgebung erarbeiteten sich dafür das Stück von Franz Xaver Ott „Ein Dorf im Widerstand“. Die Rundfunkjournalistin Katharina Thoms, die ursprünglich nur einen Beitrag über den Streik hatte anfertigen wollen, entschloss sich dazu, einen Dokumentarfilm daraus zu machen. Sie verfolgte monatelang mit der Kamera die Proben und beobachtete, wie sich die Mössinger ihrer vor Ort sehr kontrovers beurteilten Geschichte annäherten. Das Stück wurde rund 40 Mal aufgeführt, Thoms Film „Widerstand ist Pflicht“ feierte seine Premiere am 31. Januar 2015.


Zum Weiterlesen und -forschen:

/// Schneller, als die Polizei erlaubt? Schon morgen erscheint unser nächster Kalendereintrag.

Vielfalt in der Schule – die Petition gegen den Bildungsplan 2015

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30. Januar 2014 | Was bedeutet Toleranz? Was heißt Vielfalt? Wie werden Kinder an Schulen diskriminiert? Wie werden Leitbilder für die Lehrpläne festgelegt? Wie sieht gesellschaftliche Teilhabe an der Schule aus? Und letztlich auch: Wie wollen wir miteinander reden?

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All diese Fragen löste eine Petition aus, die am 30. Januar 2014 dem zuständigen Petitions-Ausschuss des Landtags in Stuttgart übergeben wurde. Gabriel Stängle, Lehrer an einer Realschule in Nagold, hatte sie unter dem Titel „Zukunft – Verantwortung – Lernen: Kein Bildungsplan 2015 unter der Ideologie des Regenbogens“ verfasst und überreichte sie zusammen mit 192.000 Unterschriften (darunter 82.000 aus Baden-Württemberg), von denen die meisten digital erfolgt waren. Ein Arbeitspapier des Kultusministeriums für den neuen Bildungsplan 2015, in dem die „Akzeptanz sexueller Vielfalt“ als Querschnittsthema im Unterricht vorgesehen war, bildete den Stein des Anstoßes. Stängle erkannte darin eine „pädagogische, moralische und ideologische Umerziehung“.

Es folgten eine Gegenpetition und eine teilweise hochemotionale Auseinandersetzung, mit wechselseitigen Anschuldigungen und Beleidigungen, wie sie im Internet-Zeitalter leider üblich geworden sind. Die eigentlich spannenden Fragen (siehe oben) rückten immer mehr in den Hintergrund.

Die Petition selbst wurde zwar vom Ausschuss am 8. Oktober 2014 abgelehnt, völlig wirkungslos blieb sie dennoch nicht. Das Ministerium verschob die Einführung des Bildungsplans und wählte allgemeinere Formulierungen.


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/// Morgen befassen wir uns mit einem einsamen Generalstreik.

Gegen den Beamtenstaat – Friedrich List und die Reutlinger Petition

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28. Januar 1821 | Dieser Abgeordnete hatte keine Zeit zu verlieren. Die Krise im Land war zu groß, seine Anliegen duldeten keinen Aufschub. Erst am 4. Dezember 1820 war der 30-jährige Friedrich List in einer Nachwahl in die Württembergische Zweite Kammer gewählt worden und schon am 13. Dezember hielt er im Landtag eine große Rede zur verfehlten Handels- und Gewerbepolitik. Bei den Wählern in seiner Geburtsstadt Reutlingen kam er damit glänzend an. Eine Woche nach seiner Rede übergaben sie ihm eine Aufstellung ihrer Beschwerden. List machte daraus eine umfassende Eingabe an den Landtag und ließ Mitte Januar in Stuttgart gleich 644 Exemplare davon drucken: Die Reutlinger Petition sollte im ganzen Königreich gelesen werden.

Bereits der Anfang des Textes war furios:

„Ein oberflächlicher Blick schon auf die inneren Verhältnisse Württembergs muss den unbefangenen Beobachter überzeugen, dass die Gesetzgebung und Verwaltung unseres Vaterlandes an Grundgebrechen leiden, welche das Mark des Landes verzehren und die bürgerliche Freiheit vernichten.“

In diesem Stil setzte sich die Anklage fort:

„Wo man hinsieht, nichts als Räte, Beamte, Kanzleien, Amtsgehilfen, Schreiber, Registraturen, Aktenkapseln, Amtsuniformen, Wohlleben und Luxus der Angestellten bis zum Diener herab.“

Und die Bevölkerung müsse deren Ignoranz und Willkür ausbaden. Abhilfe sollte eine 40 Punkte umfassende Reform schaffen, darunter die Trennung von Verwaltung und Rechtsprechung, eine größere Mitsprache der Bürgerschaft, eine Stärkung der kommunalen Selbstverwaltung und eine Reduzierung der Beamtenschaft.

Seine Petition brachte die Staatsmacht in Rage: Friedrich List.
Seine Petition brachte die Staatsmacht in Rage: Friedrich List (Bildnachweis: Heimatmuseum Reutlingen, Einfärbung HdGBW/Hemberger).

Es kam, wie es kommen musste. Ein Mitarbeiter der Druckerei zeigte List an und die Staatsgewalt schlug mit aller Härte zu. List antwortete mit einer Rechtfertigungsschrift, die aber unverzüglich beschlagnahmt wurde. Rückendeckung erhielt er stattdessen aus Reutlingen. 145 Bürger bekräftigten am 28. Januar 1821 ihre Unterstützung für die Petition: „Unterzeichnete Bürger von Reutlingen erklären hiermit, dass es ihrem und vieler, ja wohl aller ihrer Mitbürger Wunsch und Willen gemäß war (…).“

List nutzte die Solidarität nichts. Der Landtag entzog ihm das Mandat, die Justiz verurteilte ihn „wegen Staatsverbrechen“, König Wilhelm kannte keinerlei Gnade und List musste nach einer vorläufigen Flucht fünf Monate lang Einzelhaft auf dem Hohenasperg erleiden, bevor er nach Amerika auswandern konnte.

Die Meinungsfreiheit, auf die sich List berief, war im Königreich nicht erwünscht.


Zum Weiterlesen und -forschen:

  • Stadt Reutlingen (Hg.): Friedrich List und seine Zeit. Nationalökonom-Eisenbahnpionier-Politiker-Publizist, 1789-1846, Reutlingen 1989.

/// Am 30. Januar stehen Unterschriften erneut im Mittelpunkt unserer Kalendereintrags.

„Kein Geläute, kein Gottesdienst“ – Der Fall Josenhans in Schorndorf

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19. Januar 1936 | Der Showdown – kein Western-Film kommt ohne ihn aus. High Noon, Punkt 12 Uhr, stehen sich Gut und Böse im Herzen einer Kleinstadt gegenüber, den Finger am Abzug und bereit, eine endgültige Entscheidung herbeizuführen. Ein solches Duell ereignete sich am 19. Januar 1936 im beschaulichen Schorndorf, zum Glück ohne Schusswaffen, dafür aber mit Worten und Kirchenliedern.

Hinter den Kulissen der Postkartenidylle brodelte der Kirchenstreit: Die Schorndorfer Stadtkirche in den 1930er Jahren (Bildnachweis: Stadtarchiv Schorndorf, Postkarten 608, Postkarte Nr. 274, Sign.: 608/274).
Hinter den Kulissen der Postkartenidylle brodelte der Kirchenstreit: Die Schorndorfer Stadtkirche in den 1930er Jahren (Bildnachweis: Stadtarchiv Schorndorf, Postkarten 608, Postkarte Nr. 274, Sign.: 608/274).

Auch innerhalb der evangelischen Kirchengemeinde Schorndorf schwelte seit 1933 der Kampf zwischen den unbedingt systemtreuen Deutschen Christen (D.C.) und Gläubigen, die sich jegliche Einmischung des Staates in innerkirchliche Fragen verbaten und damit der Strömung der „Bekennenden Kirche“ anhingen. Als im Oktober 1934 der Württembergische Landesbischof Theophil Wurm auf Druck von D.C. und Staat seines Amtes enthoben wurde, verhielt sich der damalige Schorndorfer Dekan Otto Rieder D.C.-treu. Wurm erhielt seinen Posten später zurück, Rieder aber verlor ihn und Dekan Johannes Josenhans wurde kommissarisch als dessen Stellvertreter eingesetzt. Da Rieder keine Anstalten machte, seine Stellung zu räumen, machte sich Unmut unter den Schorndorfern breit: Der Kirchengemeinderat schrieb rückblickend von „untätige[n] und darum unnationalsozialistische[n] Verhalten“; einige Gläubige weigerten sich, fortan Kirchensteuer zu zahlen, da diese „nur zur Besoldung von Faulenzern“ diene.

Am 16. Januar 1936 kehrte der bereits auswärts wohnende Rieder zurück, um seinen Sohn an der Realschule anzumelden. Josenhans fürchtete, dass „die Gemeinde (…) um den Ertrag ihres Kampfes um ein reines Evangelium (…) schmählich betrogen würde“ und Rieder seinen Posten wieder einnehmen würde. Folglich wollte er seinem Protest Nachdruck verleihen. In der Tagespresse erschien sein Hinweis, dass am Sonntag „Kein Geläute, kein Gottesdienst“ stattfinden werde.

Die lokalen NSDAP- und SA-Führer fühlten sich provoziert und ließen ihre Getreuen vor der Stadtkirche aufmarschieren. Bereits am Morgen hatte Ortsgruppenleiter Schaufler, zugleich D.C.ler und Mitglied des Kirchengemeinderat, Josenhans‘ Ehefrau telefonisch gedroht: „Es gibt noch einen Kuhberg!“ – gemeint war das Konzentrationslager Kuhberg in Ulm. Demonstrativ verkündeten sie vor Rieder Haus: „Dekan Rieder, wir grüßen dich, Heil Hitler!“ Um 11.45 Uhr kamen 300 bis 400 Josenhans-Anhänger vor der Kirche zusammen, sangen „Eine feste Burg ist unser Gott“ und hörten die Segensworte „ihres“ Dekans. Vorwürfe der Nationalsozialisten, Josenhans würde aus rein persönlichem Interesse handeln, wurden empört zurückgewiesen. Noch am Abend betonten rund 1.600 Kirchgänger, dass sie Josenhans und nicht Rieder als Dekan wünschten.

Der Vorfall hatte ein Nachspiel. Wegen „Störung der öffentlichen Ruhe und Ordnung“ ordnete die Württembergische Politische Polizei an, dass Josenhans Schorndorf bis auf weiteres verlassen müsse, was er auch tat. Zeitgleich verteidigte der Schorndorfer Kirchengemeinderat den Bedrängten in einem Schreiben an den Reichsminister für kirchliche Angelegenheiten, Hanns Kerrl. Zudem suchte eine Delegation von 20 Schorndorfern Oberregierungsrat Dr. Ritter (in Stellvertretung des Reichsstatthalters Wilhelm Murr) in Stuttgart auf und betonte, dass die SA und nicht Dekan Josenhans die allgemeine Unruhe angerichtet habe. Ritter räumte ein, dass die Partei [NSDAP] einen Fehler gemacht habe, der Kirchenstreit aber nicht in die Öffentlichkeit getragen werden sollte, wie Josenhans es getan habe.

Parallel tadelte der Oberkirchenrat Württemberg den resoluten Kirchenmann für seine eigenmächtige Aktion, kritisierte zugleich die Einmischung staatlicherseits in innerkirchliche Fragen. Der Kampf um Josenhans zog sich über Wochen. Erst am 30. März 1936 konnte er nach Schorndorf zurückkehren und die Dekanstelle endgültig antreten. In einem Schreiben des Dekanatsamtes Schorndorf an den Oberkirchenrat hieß es abschließend: Die Lage sei ruhig, dessen Rückkehr stütze die Staatsautorität und Josenhans ließ verkünden, dass „er treu hinter dem Führer stehe.“ Ein Geist der Versöhnung wehe nun durch die Gemeinde, nicht zuletzt, da Ortsgruppenleiter Schaufler aus dem Kirchengemeinderat ausgetreten sei.

Der Konflikt zwischen Anpassung und Widerstand blieb unter den Gläubigen (und nicht nur in Schorndorf) jedoch auch weiterhin akut.


Zum Weiterlesen und -forschen:

  • Der Schriftverkehr rund um den Fall Josenhans liegt im Landeskirchlichen Archiv Stuttgart (A227 Personalakte Johannes Josenhans; Dekanatsarchiv Schorndorf Nr. 916; DA Schrondorf Nr. 1225).
  • Erika Schuster: Evangelische Kirche und Nationalsozialismus in Schorndorf 1933-1935 (=Heimatblätter. Jahrbuch für Schorndorf und Umgebung, Bd. 11), Schorndorf 1995.

/// Bereits morgen folgt der nächste Eintrag. Zurück in die Schule!

Chemisch gereinigt – Menschenkette gegen die Rheinvergiftung

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14. Dezember 1986 | Wer an den Rhein denkt, dem kommen zunächst idyllische Bilder eines mächtigen Stromes in den Sinn, der sich zwischen Weinbergen und Fachwerkhäusern seinen Weg zur Nordsee bahnt. Doch bei genauerem Hinsehen zerschellen diese Vorstellungen an historischen Fakten wie die Schiffe jener Steuermänner, die der Sage nach dem Gesang der Loreley auf einem Felsen bei St. Goar lauschten.

Des Volkes Stimme | Chemisch gereinigt – Menschenkette gegen die Rheinvergiftung

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Am 1. November 1986 brannte eine Lagerhalle des Chemiekonzerns Sandoz bei Basel (Schweiz), in dessen Folge sich mit dem Löschwasser rund 30 Tonnen Chemikalien zur Behandlung von Pflanzen in den Fluss ergossen. Auf 400 Kilometern tötete der Chemiecocktail Fische und Wasserpflanzen, ganze Arten wie der Aal litten auf Jahre massiv.

„Die chemische Grundreinigung des Rheins löste heftige Reaktionen aus“, weiß Axel Mayer, Geschäftsführer des BUND Südlicher Oberrhein, zu berichten. Es hatten bereits grenzüberschreitende Umweltschutznetzwerke bestanden, die den Protest gegen den Bau von Atomkraftwerken Wyhl, in Frankreich sowie in der Schweiz organisierten. Diese konnten schnell aktiviert werden, so Mayer. Am 13. Dezember hielten die AktivistInnen ein Internationales Rhein-Tribunal im südbadischen Auggen ab. Am Tag darauf bildeten sich zwischen Basel und Freiburg Menschenketten. Kreative Aktionen wie ein Totenzug für den toten Rhein-Aal setzten öffentlichkeitswirksame Ausrufezeichen. „Ich war damals mit einer Protestgruppe unterwegs, die mit Kajaks auf dem Rhein fuhr und direkt auf die Folgen der Katastrophe hinwies“, erklärt Axel Mayer (so zu sehen in unserem Filmbeitrag).

Ein Ende der Rhein-Idylle hatte sich bereits vor 100 Jahren abgezeichnet: Der Aufbau großer Chemie- und Papierwerke ließ den um das Jahr 1900 noch fischreichen Fluss zu einer Kloake werden, in dessen Fluten nur noch Transportschiffe und hartgesottene Fischarten munter ihre Bahnen zogen. Schwermetalle und sonstige chemische Rückstände machten die Entnahme von Rheinwasser zur Trinkwasseraufbereitung nahezu unmöglich, was die Wasserwerke auf den Plan rief. Auf Druck einer wachsende Umwelt- und Anti-Atombewegung wurden Umweltprogramme und -gesetze aufgelegt. Der Bürgerverband Bürgerinitiativen Umweltschutz, 1972 gegründet, verknüpfte den ökologischen Widerstand entlang des Rheins.

Die Proteste zeigten Wirkung, der Rhein ist sauberer geworden. „Von den Millionen Lachsen wie vor 100 Jahren sind wir allerdings noch weit entfernt“, gibt Mayer jedoch zu bedenken.


Zum Weiterlesen und -forschen:

/// Miss Liberty im Ostalbkreis? Lesen Sie mehr hierzu am 18. Dezember.

Should I Stay or Should I Go? – die Volksabstimmung zu Stuttgart 21

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27. November 2011 | Dürfen wir indiskret sein und fragen, wo Sie damals Ihr Kreuz bei der Volksabstimmung gesetzt haben? Ja oder nein, viel Auswahl bot der Wahlzettel ja auch nicht. Das „S 21-Kündigungsgesetz“ sollte 2011 den Ausstieg der baden-württembergischen Landesregierung aus der Finanzierung des Bahnprojekts „Stuttgart 21“ regeln. Bereits im Koalitionsvertrag hatte die grün-rote Landesregierung im März 2011 eine Volksabstimmung zu diesem Thema versprochen. Die Kosten sollten bei 4,526 Milliarden Euro gedeckelt werden, wovon das Land Baden-Württemberg maximal 930 Millionen Euro tragen wollte. Die Grünen waren für den Ausstieg, die SPD dagegen, und so machte eine Abstimmung im Landtag den Weg für die Volksabstimmung frei.

Die ersten Spuren von S21 konnten bereits besichtigt werden: 2010 war ein Flügel des Bahnhofs abgerissen und Bäume im Schlossgarten unter massiven Protest gefällt worden. Bilder vom Polizeieinsatz und den verletzten Demonstrierenden lösten bundesweit Entsetzen aus. Dies spornte die ProjektgegnerInnen zu kreativen Höchstleistungen an: Ein Bauzaun wurde zur markigen Wandzeitung mit unzähligen Plakaten, Montagsdemos und Diskussionsveranstaltungen wurden quasi ein Stuttgarter Volkssport. Die Fronten waren verhärtet, auch wenn das Schlichtungsverfahren unter Heiner Geißler den Dialog zumindest ansatzweise wieder beförderte. Vor der Volksabstimmung wurde um jede Stimme energisch gekämpft. Für die S21-GegnerInnen endete der Abend des 27. November 2011 mit einem Schock: Rund 59 % der Abstimmenden votierten gegen den Ausstieg der Landesregierung aus der Finanzierung des Bahnhofsprojekts.

Kritik an der Volksabstimmung entbrannte im Nachhinein nicht nur an der Frage, ob der Bevölkerung wirklich alle Fakten und zu erwartenden Kosten vorgelegt worden waren. Auch das Verfahren selbst stand wegen der hohen Hürden in der Kritik: Erst 2013 konnten sich die Parteien im Landtag auf eine Senkung des Quorums (Mindestanzahl von TeilnehmerInnen für die Gültigkeit der Abstimmung) sowie für die Einleitung einer Volksabstimmung einigen.


Zum Weiterlesen und -forschen:

/// Wir bleiben direkt demokratisch! Am 1. Dezember schlagen wir das nächste Kalenderblatt auf.

Kampf dem Preiswucher! (Teil 3) – der vergessene Generalstreik

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12. November 1948 | Es war alles ganz still. Die Straßenbahnen fuhren nicht. Die Kaufhäuser hatten geschlossen, und die meisten anderen Geschäfte waren auch zu.  Kundgebungen und Demonstrationsumzüge waren verboten, also blieben die Arbeiterinnen und Arbeiter einfach zuhause oder gingen in ihre Gärten. Die Kleingartenanlagen sollen von Weinheim bis Ulm bestens besucht gewesen sein an diesem Freitag. Der unverhofft freie Tag half, Sträucher und Beete winterfest zu machen, zumindest in der Bizone, der amerikanischen und britischen Besatzungszone. Die Gärtnerinnen und Gärtner in Südbaden, Hohenzollern und Südwürttemberg mussten noch einen Tag länger warten – die Franzosen hatten in ihrem Machtbereich jede Arbeitsniederlegung strikt untersagt.

Gewerkschaftsaufruf zum Generalstreik 1948 (Bildnachweis: Stadtarchiv Stuttgart, Bestand 9400 Nr. 915)
Gewerkschaftsaufruf zum Generalstreik 1948 (Bildnachweis: Stadtarchiv Stuttgart, Bestand 9400 Nr. 915)

„Arbeitsruhe“ war das schöne Wort der Stunde. Die Gewerkschaften scheuten den Begriff „Generalstreik“, obwohl es natürlich de facto nichts anderes war. 24 Stunden lang sollte nicht gearbeitet werden, um gegen die Preiserhöhungen und die stagnierenden Löhne zu protestieren. Eigentlich galt der Streik aber der Politik von Ludwig Erhard, dem neuen starken Mann für Wirtschaft in dem „Vereinigten Wirtschaftsgebiet“ der Bizone. Der „Sozialen Marktwirtschaft“, wie Erhards Wirtschaftspolitik später in der Bundesrepublik genannt werden sollte, wollten sie ein Modell der „Wirtschaftsdemokratie“ mit Mitbestimmung und Lenkung entgegensetzen. Aber der große Erfolg des Streiks – rund neun Millionen der insgesamt fast zwölf Millionen Beschäftigten nahmen offensichtlich teil – blieb ungenutzt: Erhard saß die Proteste einfach aus.

Der Streik wurde aber immerhin zu einem Lehrstück in Demokratie. SPD und KPD befürworteten die Aktion, während CDU und DVP erwartungsgemäß von einem „Missbrauch des Streikrechts“ (Wolfgang Haußmann) sprachen. Die amerikanische Militärregierung, die nach dem „Stuttgarter Tumult“ nervös war, lehnte den Streiktag zwar ab, erkannte aber „das Streikrecht als eines der Rechte der Freien Gewerkschaften an“ und verbot ihn ausdrücklich nicht.


/// Am 19. November folgt das nächste Kalenderblatt. Wir fordern Sie zu einem Spiel heraus: Sind Sie dabei?

1918, der Südwesten erhebt sich (Teil 4) – Badens provisorische Regierung

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 10. November 1918 | Stuttgart und Friedrichshafen hatten stark vorgelegt: Mit Generalstreik und der frühen Bildung von Arbeiter- und Soldatenräten am 4./5. November stand Württemberg in erster Reihe des revolutionären Geschehens von 1918. Verschlief Baden die Veränderungen? Natürlich nicht: Am 8. November fanden sich in den badischen Garnisonsstädten Lahr und Offenburg erste Soldaten in Räten zusammen; über den Rüstungswerken in Karlsruhe hatten Arbeiter rote Fahnen gehisst. Kern der Krise, in der „das Alte stirbt und das Neue nicht zur Welt kommen kann“ (Antonio Gramsci) war die Frage, welche Institution in Zukunft die Regierungsmacht ausüben darf und wer sie dazu berechtigt.

Zwei Tage darauf wurde eine doppelte Lösung auf die Frage gefunden. Der Arbeiter- und Soldatenrat Mannheim rief die „Sozialistische Republik Baden“ aus. Weiter in Süden wandte sich der Karlsruher Soldaten- und Arbeiterrat (SAR) an die Bevölkerung der badischen Residenzstadt:

„Eine neue Zeit der Freiheit ist angebrochen. Lasst uns ihrer würdig sein. […] Haltet zu ihm [dem SAR], vertraut ihm. Sorgt selbst für Ruhe und Ordnung, die unbedingt im Interesse der Allgemeinheit gewahrt werden muss.“

Bei Gewalttätigkeiten wurden standrechtliche Erschießungen angedroht. So weit kam es aber nicht: Dass die Revolution im Südwesten weitgehend friedlich verlief, liegt auch in der historisch gemäßigten Einstellung der Sozialdemokraten begründet, die in Baden ab 1905 eng mit den Liberalen zusammengearbeitet hatten und 1918 einen erheblichen Teil der Mitglieder in lokalen Räten stellten. Radikale Kräfte wie die Unabhängige Sozialdemokratische Partei (USPD) hatten es schwer, ihrer Meinung Gehör zu verschaffen.

Die vorläufige Volksregierung Badens nimmt Platz (Generallandesarchiv Karlsruhe, Nachlaß Geis, Nr. 1)
Die vorläufige Volksregierung Badens nimmt Platz (Generallandesarchiv Karlsruhe, Nachlaß Geis, Nr. 1)

In Karlsruhe arbeiteten SAR und Wohlfahrtsausschuss, ein Zusammenschluss verschiedener Parteien, eng zusammen und fanden sich am 10. November zu einer provisorischen Regierung zusammen. Vorsitzender wurde der SPD-Mann Anton Geiß. Großherzog Friedrich II. von Baden blieb nichts anderes übrig, als ohnmächtig zu akzeptieren, was er nicht mehr ändern konnte. Fünf Sozialdemokraten, zwei USPD-Mitglieder, zwei Zentrums-Mitglieder sowie jeweils ein Mitglied der Fortschrittlichen Volkspartei und der Nationalliberalen Partei stellten die Minister. Schon in ihrer ersten Bekanntmachung kündigten sie an, das Volk über die zukünftige Staatsform, Monarchie oder Republik, abstimmen zu lassen.

Des Volkes Stimme | 1918, der Südwesten erhebt sich (Teil 4) – Badens provisorische Regierung

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Am Folgetag forderte der eigenmächtig handelnde Matrose Heinrich Klumpp den „größten Lump von Baden“, Großherzog Friedrich II., zum Thronverzicht auf und feuerte mit einigen Begleitern auf die Fassade des Karlsruher Schlosses. Eingeschüchtert verließ der Monarch die Stadt, auf den Thron verzichtete er aber erst am 22. November.

Parlamentarische Republik oder Räterepublik: Diese Frage sollte nicht nur in Baden die kommenden Monate beherrschen.


Zum Weiterlesen und -forschen:

  • Martin Furtwängler (Bearb.): Die Protokolle der Regierung der Republik Baden, Bd. 1: Die provisorische Regierung November 1918 – März 1919 (= Kabinettsprotokolle von Baden und Württemberg 1918-1933 Teil I, Bd. 1), Stuttgart 2012.
  • Markus Schmidgall: Die Revolution 1918/19 in Baden, Karlsruher 2012 [Digitalisat des KIT].

/// Morgen steht ein gewichtiges „Nein“ im Mittelpunkt!

1918, der Südwesten erhebt sich (Teil 2) – der irrtümliche Generalstreik

Ein Kommentar

4. November 1918 | Vielleicht war es ein Anflug revolutionärer Ungeduld, als der Stuttgarter Delegierte Ferdinand Hoschka die Sitzung der revolutionären Betriebsobleute in Berlin vorzeitig verließ. Sonst hätte er bei seiner Rückkehr nach Stuttgart den Genossen um Fritz Rück nicht irrtümlicherweise mitgeteilt, dass ein reichsweiter Generalstreik für den 4. November 1918 vorgesehen war. Sofort ließ Rück Flugblätter drucken und traf Vertrauensleute aus verschiedenen Stuttgarter Betrieben. „Unsere Flugblätter haben eingeschlagen, aber in der Sitzung der Betriebsvertreter wandten sich einige Sozialdemokraten und Gewerkschafter scharf gegen den Streik“, erklärte zwar ein Vertrauensmann bei Daimler dem wartenden Rück am morgen des 4. November. Doch es gab kein Halten mehr: Tausende Arbeiterinnen und Arbeiter zogen durch den Stuttgarter Osten und trafen auf einen zweiten Zug der Cannstatter Schuharbeiter.

„In dem Zuge, der etwa 10-12.000 Personen umfasste, sah man vorwiegend junge Burschen und Arbeiterinnen […]. Die Leute an der Spitze schrien und brachten Hochrufe auf die sozialistische Republik aus“,

beschreibt der damalige württembergische Staatsminister des Inneren, Ludwig Köhler, die Szene. Vorbei am Wilhelmspalais, dem Wohnsitz von König Wilhelm II., zog die Masse zum naheliegenden Schlossplatz, versäumte es jedoch nicht, dem Hausherrn ein „Hoch auf die Republik“ entgegen zu schmettern. In einer Rede forderte Fritz Rück die Abdankung aller deutschen Monarchen. Fortan sollten Arbeiter- und Soldatenräte demokratisch über das Geschick des Landes entscheiden.

Schließlich kam es zum Showdown zwischen den Revolutionären und der Staatsmacht im Innenministerium. Schnell war klar, dass es keine Einigung geben konnte.  „S’ischt aber wäge dem Sischtem!“, konterte Karl Seeberger den Hinweis des Innenministers, dass der König in Württemberg doch immer vorbildlich konstitutionell regiert habe. Nach weiteren Protestzügen und Ansprachen endete die Demonstration um 16.30 Uhr.

Die Rote Fahne vom 5. November 1918 (Bildnachweis: Hauptstaatsarchiv Stuttgart P 2 Bü 12)
Die Rote Fahne vom 5. November 1918 (Bildnachweis: Hauptstaatsarchiv Stuttgart P 2 Bü 12).

Zwei Stunden später trat der Arbeiter- und Soldatenrat Württembergs mit Rück als Vorsitzenden zum ersten Mal im Gewerkschaftshaus zusammen. Dessen Forderungen wurden in einer neuen Zeitung, der „Roten Fahne“, abgedruckt. Die Ernüchterung war groß, als am Folgetag klar wurde, dass nur in Stuttgart gestreikt worden war. Noch hielt Friedrichshafen die Streikfahne hoch, was Rück und August Thalheimer veranlasste, zu den rund 5.000 Demonstrierenden zu fahren. Noch im Zug wurden sie verhaftet. Den Zug der Zeit konnten die Polizeibeamten allerdings nicht mehr anhalten.


Zum Weiterlesen und -forschen:

  • Sylvia Neuschl: Geschichte der USPD in Württemberg, oder: Über die Unmöglichkeit einig zu bleiben, Esslingen 1983, S. 157-163.
  • Ludwig Köhler: Zur Geschichte der Revolution in Württemberg. Ein Bericht, Stuttgart 1930.
  • Die Erinnerungen Fritz Rücks an die Revolution im Südwesten, vgl. Fritz Rück: Schriften zur deutschen Novemberrevolution (=Beiträge zur Geschichte des Sozialismus und der sozialen Bewegung in Süddeutschland, Bd. II), hrsg. von Ulrich Cassel/u.a., Stuttgart 1978.
  • Elisabeth Benz: Ein halbes Leben für die Revolution. Fritz Rück (1895 – 1959). Eine politische Biografie, Essen 2014.
  • Haus der Geschichte Baden-Württemberg (Hg.): Vertrauensfragen. Der Anfang der Demokratie im Südwesten, 1918 – 1924. Katalog zur Großen Landesausstellung, Haus der Geschichte Baden-Württemberg, 30. September 2018 bis 11. August 2019, Stuttgart 2018.

/// Der nächste Eintrag folgt am 9. November.

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