Ein neuer Geist blüht – die Naturfreunde Württemberg denken Mensch und Umwelt zusammen

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11. September 1948 | Es sieht so aus, als ob uns und unseren Planeten nur noch SchülerInnen retten können, die am Freitag statt in die Schule auf die Straße gehen. Die junge Umweltbewegung „Fridays for Future“ ist auch im Südwesten unterwegs, um die Erwachsenen zum echten Umdenken in Sachen Klimaschutz zu bewegen. Vor über 100 Jahren war der Klimawandel noch kein Thema, vielmehr gab es (junge) Menschen, die aktiv an einem Bewusstseinswandel arbeiteten. Die Wurzeln der Naturfreundebewegung liegen in der österreichischen Arbeiterbewegung, aus deren Reihen im Jahre 1895 die erste Ortsgruppe in Wien hervorging. Der Kampf um eine klassenlose Gesellschaft sollte mit der Suche nach den Schönheiten der Natur einhergehen: Erste Formen eines „grünen Tourismus“ wurden ausprobiert, es wurde gewandert und internationale Kontakte gepflegt.

Bereits im Jahre 1907 gründeten die „grünen Roten“ im südbadischen Konstanz die erste Ortsgruppe im Südwesten – die Württemberger zogen mit der Stuttgarter Ortsgruppe im Jahr 1910 nach. Parallel zur Waldheimbewegung, die ArbeiterInnen gesunde Freizeit- und Versammlungsorte im Grünen schaffen wollte, richteten die Naturfreunde recht bald ihre eigenen Wander- und Ferienheime ein, in denen Stadtkinder vom rauen Alltag abschalten konnten.

 

Die Naturfreunde waren keine weltfremden Blümchensammler, sondern verbanden ihre Liebe zur Natur mit einer klaren politischen Haltung: Nur in einer sozialistischen Gesellschaft könne die Trennung zwischen Stadt und Land aufgehoben werden und die Ausbeutung von Mensch und Natur endgültig beendet werden. Wenig verwunderlich, dass die Naturfreundebewegung durch das NS-Regime verboten wurde und sich Mitglieder dem aktiven Widerstand anschlossen (beispielsweise die Stuttgarterin Liselotte Hermann). Nach Jahren der Verfolgung wurden die Naturfreunde Württemberg am 24. März 1946 wiedergegründet.

„Lasst nicht verzagend die Zeit verrinnen, wir wollen wagend Neues beginnen“, lautete das Motto des ersten Jugendtags der Naturfreunde Württemberg am 11. und 12. September 1948 in Esslingen. Es sollte ein begeistertes Symbol werden, wie die Jugend sich vom Erbe der nationalsozialischen Erziehung mit ihrem Rassenhass und Kriegsdrill lossagte. Der Landesjugendleiter Karl Pfizenmaier fand eindringliche Worte:

„Die Opfer und Leiden, die der Faschismus gefordert hat, dürfen nicht umsonst gewesen sein. Ein neuer Geist, eine neue menschliche Haltung müsse werden […]. Grenzsteine können und dürfen keine Hemmsteine zur friedlichen und sozialen Entwicklung Europas und der Welt sein, soll die menschliche Gesellschaft nicht untergehen.“

Dass die Jugendlichen auf dem Esslinger Marktplatz sangen, tanzten und  fröhlich beisammen waren, erstaunte in Zeiten von allgemeiner Not und Währungsreform einige ältere Semester.

In den kommenden Jahrzehnten blieben die Naturfreunde ihren Idealen treu, engagierten sich gegen Flächenfraß und Großprojekte wie Stuttgart 21, in der Friedensbewegung und für eine weltoffene Gesellschaft, die Menschen miteinander und mit ihrer Umwelt in Einklang bringt.


Zum Weiterlesen und -forschen:

  • NaturFreunde Württemberg: Homepage.
  • NaturFreunde Baden: Homepage.
  • Touristenverein „Die Naturfreunde“, Bund für Touristik und Kultur, Landesverband Württemberg: Von der Idee zur Tat. Aus der Geschichte der Naturfreundebewegung, Heilbronn 1970.

Mehr als Schall und Rauch – Emil Molt und die Gründung der ersten Waldorfschule

Ein Kommentar

7. September 1919 | Seine Zigaretten gingen in Rauch auf, an den Namen seines Unternehmens Waldorf-Astoria erinnert über Umwege lediglich eine Luxushotelkette aus New York. Dieser Flüchtigkeit zum Trotz hat der 1876 in Schwäbisch Gmünd geborene Unternehmer Emil Molt seiner Nachwelt etwas Bleibendes hinterlassen, das überhaupt nichts (mehr) mit Glimmstängeln zu tun hat. Doch im Tabak lagen die Wurzeln: Seit 1906 leitete Molt erfolgreich seine Zigarettenfabrik, die ihren Hauptstandort noch vor Beginn des Ersten Weltkriegs nach Stuttgart verlagerte. Zeitgleich setzte sich der aufstrebende Fabrikant das Ziel, den ArbeiterInnen und Angestellten die Nutzung sozialer Angebote wie Erholungsheime zu ermöglichen. Auch der erste Betriebsrat Württembergs wurde unter seiner Führung in den Waldorf-Astoria-Werken gegründet.

 

Im Jahre 1907 schlossen Emil Molt und seine Ehefrau Berta eine prägende Freundschaft mit dem Anthroposophen Rudolf Steiner – ein „Wendepunkt“ in seinem Leben, wie Molt später in seiner Autobiografie anmerkte. In den bewegten ersten Monaten der Weimarer Republik bemühte sich Molt, den Ideen Steiners eine Stuttgarter Bleibe zu verschaffen. Für die Kinder der ArbeiterInnen seiner Fabrik in Stuttgart-Ost wurde ein ehemaliges Ausflugslokal auf der luftigen Uhlandshöhe zur ersten Waldorfschule der Welt umgewandelt. Am 7. September 1919 wurde die Eröffnung gefeiert. Das Schulkonzept hielt einige überraschende Neuerungen parat: So wurden die rund 250 ABC-SchützInnen nicht wie gewohnt nach Geschlechtern getrennt, sondern gemeinsam unterrichtet. Die Aufnahme von Kenntnissen und Wissen sollte praktisch, in Einheit von Geist und Körper erfolgen. Aus diesem Grunde nahmen Handarbeitskurse, die Arbeit im Schulgarten oder die Beschäftigung mit Ausdruckstanz und Gymnastik einen gewichtigen Teil des Lehrplans ein. Noten? – Fehlanzeige!

Die Wirtschaftskrise von 1929 trieb zahlreiche ArbeiterInnen in die Arbeitslosigkeit und Emil Molt musste sein Unternehmen an die Konkurrenz verkaufen. Seiner Waldorfschule blieb er bis zu seinem Tode im Jahre 1936 mit großem persönlichen wie finanziellem Engagement treu.


Zum Weiterlesen und -forschen:

  • Kai Simone Nellinger/Miriam Weigelt: Emil Molt, 1876 – 1936. Fabrikant und Schulgründer [Denkblatt der Stiftung Geißstraße 7, hg. von Michael Kienzle/Dirk Mende].
  • Emil Molt: Entwürfe meiner Lebensbeschreibung, Stuttgart 1972.
  • Dietrich Esterl: Emil Molt, 1876 – 1936. Tun, was gefordert ist, Stuttgart 2012.

/// Die Blume am Revers, die Zukunft fest im Blick. Um wen es sich handelt, steht auf dem Kalenderblatt vom 11. September.

 

Geschichte wird bewahrt – das „Hotel Silber“ wird Lern- und Gedenkort

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3. September 1979 | Der alltägliche Terror gegen Andersdenkende, die Überwachung und die Kontrolle der württembergischen Bevölkerung hatten zwischen 1933 und 1945 eine Adresse: Das mondäne Gebäude des ehemaligen Hotel Silbers in der Stuttgarter Dorotheenstraße beherbergte zu dieser Zeit die „Staatspolizeistelle“, den Sitz der Württembergischen Gestapo. Von den dunklen Verwahrzellen im Keller bis zu den Räumen des Referats N (Nachrichtendienst) im Dachgeschoss dienten die hier Angestellten dem NS-Staat und seiner rassistischen, menschenfeindlichen Ideologie. Nach 1949 nutzte hauptsächlich die Kriminalpolizei das nach Kriegszerstörungen wiedererrichtete Gebäude, wobei sowohl ehemalige NS-Polizeibeamte als auch ehemalige Verfolgte hier Anstellung fanden.

 

Wenig geheim also. Dennoch geriet die Geschichte des Ortes zunehmend in Vergessenheit. Jedoch nicht ganz: 40 Jahre nach Beginn des Zweiten Weltkriegs veranstalteten die Jungsozialisten (Jusos) Stuttgart gemeinsam mit der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten (VVN-BdA) eine Aktionswoche vom 3. bis 14. September 1979. Vor dem „Hotel Silber“ forderten die Aktiven die Einrichtung einer Gedenkstätte für die Opfer des Faschismus in Stuttgart. Doch erst auf das nachdrückliche Betreiben einiger StuttgarterInnen um den Widerständler Hans Gasparitsch wurde zumindest eine (recht versteckt aufgehängte) Gedenktafel installiert.

Als im Jahre 2008 Pläne öffentlich wurden, das Gebäude abreißen zu lassen, regte sich Protest. Die Bürgerinitiative „Lern- und Gedenkort Hotel Silber“ forderte, den Ort und seine Geschichte für die kritische Erinnerungsarbeit zu erhalten und erfahrbar zu machen, woraufhin sich die neugewählte grün-rote Landesregierung im Jahre 2011 für den Erhalt entschied. Ein Runder Tisch, bestehend aus Gedenkinitiativen, Interessenverbänden, politischen Gremien und Gruppen, lieferte Impulse für einen Lernort „Hotel Silber“, der vom Haus der Geschichte Baden-Württemberg zusammen mit den Initiativen erarbeitet wurde. Nach Jahren der Diskussion, der forschenden Vorbereitung und diverser Feinabstimmungen konnte am 3. Dezember 2018 die Eröffnung des „Hotel Silber“ als Außenstelle des Hauses der Geschichte gefeiert werden.

Besonders junge Menschen können sich im Rahmen von Workshops die verschiedenen Facetten von Verfolgung und Verbrechen im Nationalsozialismus erschließen. Gedenken soll im „Hotel Silber“ praktisch werden und für ein demokratisches Miteinander aller Menschen werben.


Zum Weiterlesen und -forschen:

/// Zigaretten und alternative Lernmethoden: Das passt nicht zusammen. Welche Verbindungen dennoch bestehen, lesen Sie am 7. September.

Schöner wohnen – Mannheims Gartenstadt bringt Natur an die Quadrate

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26. August 1910 | „Schaffe, schaffe, Häusle baue“ – dieses schwäbische Lebensmotto (und Klischee) ist so aktuell wie selten. Viele Städte in Baden-Württemberg platzen aus allen Nähten. Mit welchen Konzepten die Wohnungsnot möglichst effizient, kostengünstig und sozial bekämpft werden kann, wird heiß diskutiert. Häufig kommt es zu Interessenkonflikten zwischen Investoren, politisch Verantwortlichen und Naturschützenden, die eine Zersiedelung der Landschaft beklagen. Mit Bürgerentscheiden wie jüngst in Freiburg über den geplanten Stadtteil Dietenbach soll der Bevölkerung mehr Einfluss auf die zukünftige Stadtentwicklung eingeräumt werden.

Gruppenbild von der Baustelle der sogenannten Waldpforte in der Gartenstadt Mannheim, aufgenommen im Jahre 1912 (Bildnachweis: Marchivum, Bildsammlung, KF042791; Einfärbungen: HdGBW/Hemberger).

Zu Beginn des 20. Jahrhundert boomte die Quadratestadt Mannheim. Der Zuzug von ArbeiterInnen aus dem Umland machte die Wohnsituation immer brenzliger: Die hygienischen Umstände waren schlecht, kinderreiche Familien mussten in Einzimmerwohnungen ausharren und es mangelte an frischer Luft und Licht. Zeitgleich breitete sich im Deutschen Reich eine neue Idee aus, wie die Stadt der Zukunft aussehen könnte: die Gartenstadt. Ziel waren aufgelockerte und von Grün durchzogene Siedlungen, die durch eine Genossenschaft errichtet werden. Die BewohnerInnen sollten die Möglichkeit haben, sich mittels Kleingärten teilweise selbst zu versorgen. Auch das allgemeine Zusammengehörigkeitsgefühl sollte gestärkt und ein gewisses kulturelles Angebot bereitgehalten werden.

In Mannheim wurde die „Gartenvorstadt-Genossenschaft“ am 26. August 1910 ins Leben gerufen. In ihrer Satzung gab sich der Zusammenschluss programmatisch: „Eine Gartenstadt als eine planmäßig gestaltete Siedlung auf wohlfeilen Gelände, das dauernd im Obereigentum der Gemeinschaft erhalten wird, derart, dass jede Spekulation mit dem Grund und Boden dauernd unmöglich ist (…).“ Die Architekten Arno Anke und Hermann Esch zeichnete die Pläne und bis 1914 konnten bereits 174 Familien ihre Wohnungen vor den Toren Mannheims beziehen. Zahlreiche bekannte Mannheimer Größen dieser Zeit gehörten dem Vorstand der Genossenschaft an, so beispielsweise der SPD-Reichstagsabgeordnete Ludwig Frank oder Elisabeth Altmann-Gottheiner, die erste Dozentin an einer deutschen Hochschule.

Die Idee der Gartenstadt fand an verschiedenen Orten Nachahmer, so in Karlsruhe, Stuttgart, Freiburg, Tübingen und Rastatt.

Noch heute ist die Mannheimer Gartenstadt ein äußerst beliebtes Wohnviertel, dass mit einem eignen Bürgerverein die sozialen Gründungsideale der Gartenstadtbewegung mit Leben füllt.


Zum Weiterlesen und -forschen:

  • Walter Pahl: Die Gartenstadt. Vision und Wirklichkeit am Beispiel der Gartenstädte Dresden-Hellerau und Mannheim (= LTA-Forschung 36 (2000)), Mannheim 2000.
  • Stadt Mannheim: Stadtpunkte. Eintrag zur Gartenstadt.
  • Anna-Maria Lindemann: Mannheim im Kaiserreich (= Sonderveröffentlichung des Stadtarchivs Mannheim, Bd. 15), Mannheim 1986, S. 115-117.

Gemeinsam mehr haben – das genossenschaftliche Prinzip erobert den Südwesten

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21. August 1864 | Ein Sprichwort besagt: Bei Geld hört die Freundschaft auf. Doch nehmen wir einmal an, dass bei Geld die Freundschaft anfängt (gekaufte Freundschaften und Likes diverser Internetsternchen auf der Plattform mit dem blauen F vernachlässigen wir an dieser Stelle). Das 19. Jahrhundert war für weite Teile der Bevölkerung in Baden, Württemberg und Hohenzollern-Sigmaringen von Mangel geprägt. Große finanzielle Sprünge konnten sich weder arme Bauernfamilien im Hohenlohekreis noch jene Menschen erlauben, die in den neuen Fabriken im Rhein-Neckar-Gebiet malochten. So scharf sich die soziale Frage stellte, so vielzählig waren die vorgeschlagenen Lösungen: Diese reichten von der christlichen Fabrikkommune Gustav Werners bis zur Gründung von Arbeiterorganisationen wie dem Mannheimer Arbeiter-Bildungs-Verein im Jahre 1861. Einen weiteren sehr erfolgreichen Gedanken verfolgte der Sozialreformer Hermann Schulze-Delitzsch. Im Jahre 1858 schrieb er:

Endlich aber müssen alle Bestrebungen zum Wohl der arbeitenden Klassen auf die innere sittliche und wirthschaftliche Stärkung derselben, auf die Erweckung und Hebung der eignen Kraft, auf die Selbsthilfe der Betheiligten gegründet sein […].“ (Schulze-Delitzsch, Die arbeitenden Klassen und das Associationswesen in Deutschland […], S. 108)

 

Auf staatliche Sparkassen mit wohltätigen Anspruch war der Genossenschaftler nicht gut zu sprechen: Institutionen wie die 1818 auf Betreiben der württembergischen Königin Katharina geschaffene Landessparkasse waren in seinen Augen zu eng mit dem Obrigkeitsstaat verbandelt und würden die Eigeninitiative des einfachen Volkes lähmen.

Eine Alternative lag nahe: Gleichberechtige Mitglieder (Genossen) sollten durch gemeinschaftliches Sparen einen Kapitalstock aufbauen, aus dem Geld zu günstigen Konditionen geliehen werden kann. Dieses Konzept des finanziellen Empowerments nahm mit der Gründung der „Öhringer Privatspar- und Leihkasse“ am 27. August 1843 konkret Gestalt an. Es handelt sich dabei um die erste genossenschaftliche Bank Deutschlands – gegründet, noch bevor Schulze-Delitzsch seinen ersten „Vorschussverein“ (später: Volksbank) im Jahre 1850 aus der Taufe hob.

Im Bürgermuseum Stuttgart fanden sich 1864 Vertreter verschiedener Darlehnskassen (Volksbanken) aus Württemberg und Baden zur Verbandsgründung ein (Bildnachweis: Baden-Württembergischer genossenschaftsverband e.V.).

Die Zahl der Volksbanken wuchs im Königreich Württemberg bis 1863 nur zaghaft auf insgesamt acht. Um die regionale Vernetzung weiter zu stärken, kamen am 21. August 1864 Vertreter verschiedener badischer und württembergischer Handwerks- und Vorschusskassen im Stuttgarter Bürgermuseum zusammen. Schulze-Delitzsch persönlich hielt einen Vortrag, um seiner Idee im Südwesten mehr Gehör und Zugkraft zu verschaffen. Der an diesem Tag gegründete „Verband der wirtschaftlichen Genossenschaften in Württemberg und Baden“ hielt allerdings nur bis 1867 und zerfiel in seine regionalen Einzelteile.

Besonders ab den 1880er Jahren konnte sich zudem Friedrich Wilhelm Raiffeisen mit seinem Konzept landwirtschaftlicher Kredit- und Einkaufgenossenschaften im Südwesten erfolgreich etablieren.

Geld will ausgegeben werden, doch wo? Ebenfalls im Jahre 1864 gründeten Mitglieder des Stuttgarter Arbeiterbildungsvereins ihren „Markenkonsumverein“ (später: Konsum). Günstige Preise und gute Qualität zu garantieren war Ziel der Vereinigung, die rasch Schule machte und sich im Südwesten verbreitete.

Gemeinsam lässt sich eben mehr erreichen – damals wie heute.


Zum Weiterlesen und -forschen:

/// Ordentlich feiern: Was und wo erfahren Sie morgen.

Schwäbisches Morgenrot – der Internationale Sozialistenkongress holt die Welt nach Stuttgart

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18. August 1907 | Wer schon einmal das größte Volksfest Deutschlands besucht hat, der weiß: Die „Rote“ gehörte zum Cannstatter Wasen einfach dazu. Doch halten wir uns nicht mit der Bratwurstspezialität aus Baden-Württemberg auf, sondern widmen uns anderen Roten.  Am 18. August 1907 scharten sich in „musterhafter Ordnung“ mehr als 60.000 Besucher des internationalen sozialistischen Massenmeetings um die sechs aufgebauten Rednertribünen auf dem Wasen, war in der sozialdemokratischen Tageszeitung „Vorwärts“ zu lesen. Die ersehnten feurigen Reden bekannter SozialistInnen blieben nicht aus: Der Franzose Jean Jaurès beschwor unter stürmischen Applaus die Verbundenheit der französischen und deutschen Sozialdemokratie, während die Wahl-Württembergerin Clara Zetkin anmerkte, dass auf dem Wasen heute nicht das Herr der kapitalistischen Klassen sondern die rote Internationale exerziere.

Beim Massenmeeting auf dem Cannstatter Wasen sprachen von sechs Tribünen herab Größen wie Rosa Luxemburg und Jean Jaurès zu rund 60.000 Zuhörenden (Bildnachweis: Hauptstaatsarchiv Stuttgart, Sign. HSTAS P2 Bü2 Bild 21; Ausschnitt und Einfärbung: HdG BW/Hemberger).

Bei der Wahl Stuttgarts als Tagungsort gingen die Veranstalter ursprünglich davon aus, dass sich die württembergische Regierung tolerant zeigen würde. Umso provokanter schien deshalb die Auflagenliste der Obrigkeit, die unter anderem das öffentliche Zeigen von roten Fahnen verbot. Doch zumindest beim Massenmeeting zeigte die Sozialdemokratie in Württemberg, dass sie trotz ihres insgesamt auf Kompromisse ausgerichteten Handelns im Ländle nicht auf revolutionäre Symbolik verzichten wollte: Die roten Fahnen wehten.

 

In der Stuttgarter Liederhalle tagten bis zum 24. August 1907 rund 884 Delegierte, die unter anderem den weiten Weg von Japan, Australien und Südafrika auf sich genommen hatten. Energisch wurden in den Diskussionen der grassierende Militarismus und die koloniale Ausbeutung gedeutet und kritisiert. Auch Fragen der erzwungenen Migration als Folgen des kapitalistischen Systems wurden diskutiert. Der Kampf um das Wahlrecht für Frauen stand im Mittelpunkt der zeitgleich tagenden Frauenkonferenz, auf dem die Sozialistin Rosa Luxemburg sprach. Den sachlichen Charakter des Stuttgarter Sozialistenkongresses lobte rückblickend Lenin, der bereits im Jahre 1901  am Neckar gewesen war, um seine Schrift „Was tun?“ beim örtlichen J.H.W. Dietz-Verlag zu veröffentlichen.

Der belgische Sozialist Émile Vandervelde sprach den „sehr gemütliche(n) und brave(n)“, zugleich offenen und gastfreundlichen Schwaben ein herzliches „Danke schön“ für die zahlreich erfahrenen „Beweise internationaler brüderlicher Gesinnung“ aus.

Bis die „braven“ Schwaben sich in Revolution üben konnten, sollte es noch bis 1918/19 dauern.


Zum Weiterlesen:

/// Gemeinsam lässt sich mehr erreichen. Um diese Einsicht geht es morgen in unserem Onlinekalender.

Demokratische Gehversuche – die ersten Parteigründungen der Nachkriegszeit

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14. August 1945 | Zwölf Jahre NS-Diktatur hatten das Bild von Politik für viele Menschen in der unmittelbaren Nachkriegszeit vergiftet. Mit Parteien und politischen Organisationen wollte man nichts mehr zu tun haben. Ohnehin hatten die französischen und die US-amerikanischen Militärregierungen in ihren Besatzungszonen die Gründung von Parteien untersagt. Trotz alledem rührte sich zwischen Trümmern, der anlaufenden Entnazifizierung und dem täglichen Kampf um das Nötigste der Wunsch, die dämmernde demokratische Zukunft mitgestalten zu können. Bereits wenige Tage nach der Besetzung Stuttgarts durch die Franzosen am 23. April 1945 entstand beispielsweise das „Kampfkomitee gegen den Nationalsozialismus“, das hauptsächlich von Kommunisten und Sozialdemokraten getragen wurde. Auch in anderen Städten kamen antifaschistische Komitees zusammen, die aktiv gegen NS-Altlasten vorgingen und durch praktische Maßnahmen Ordnung in das Chaos bringen wollten.

Wofür die Christlich-Demokratische Partei stand, zeigt ein Plakat der Esslinger Ortsgruppe vom 17. Oktober 1945
(Bildnachweis: KAS/ACDP : 10-031 175 CC-BY-SA 3.0 DE).

Auch auf konservativer Seite setzten unmittelbar nach Kriegsende Bestrebungen ein, sich politisch zu vernetzen. Der Juni 1945 war geprägt von zonenübergreifenden Verhandlungen zur Etablierung einer christlich-demokratischen Partei und dem abschließenden Berliner Gründungsaufruf vom 26. Juni. Dieser Appell fand am 14. August 1945 seinen Widerhall im Südwesten. In Karlsruhe gründeten unter anderem Wilhelm Baur, Robert Beck und Fridolin Heurich die Christlich-Demokratische Partei (CDP) für Nordbaden (zur US-amerikanischen Besatzungszone gehörend). Dabei handelte es sich wohl um die erste Parteienneugründung im Südwesten der Nachkriegszeit.

Obwohl Baur und Heurich vor 1933 Mitglieder der katholischen Zentrums-partei gewesen waren, ging es ihnen nicht um eine bloße Wiedergründung der Partei. Vielmehr sollte jenseits von Konfessionsgrenzen ein Angebot für christlich und wertkonservativ eingestellte WählerInnen geschaffen werden. Der sogenannten „Mannheimer Strömung“ gelang es zudem, Ideen eines christlichen Sozialismus im Programm zu verankern. Nachdem die US-amerikanische Militärregierung am 30. August 1945 die Zulassung von Parteien offiziell erlaubt hatte, dauerte es noch bis Anfang 1946, bis aus CDP und der nordwürttembergischen Christlich-Sozialen Volkspartei die Christlich Demokratische Union wurde. In den folgenden Jahrzehnten sollten die Christdemokraten die Politik im Südwesten wie kaum eine andere Partei bestimmen – Politikforscher wie Gerd Mielke sprachen in den 1980er Jahren sogar von der CDU als einer „Baden-Württemberg-Partei“.


Zum Weiterlesen:

  • Hans Georg Wieck: Christliche und Freie Demokraten in Hessen, Rheinland-Pfalz, Baden und Württemberg 1945/46 (=Beiträge zur Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien, Bd. 10), Düsseldorf 1958.
  • Claus-Peter Grotz: Die CDU, in: Michael Eilfort: Parteien in Baden-Württemberg (= Schriften zur politischen Landeskunde Baden-Württembergs, Bd. 31), Stuttgart 2004, S. 37-74.

/// Massenmeeting in Rot auf dem Cannstatter Wasen. Am 18. August lesen Sie, wer sich dort versammelte.

Entschleunigen ohne Albdruck – der Schwäbische Albverein geht voran

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13. August 1888 | Zugegeben: Früher war mehr Lametta. Jeder kennt den einen Großvater oder Onkel, der einen Wanderstock sein Eigen nennt, an dem kleine silbern-bunte Plaketten aus verschiedenen malerischen Orten blitzen – das Bling-Bling der Generation Wandern. Die Heimat per pedes zu erkunden, war Ende des 19. Jahrhunderts eine beliebte Freizeitaktivität, auch im Königreich Württemberg. Zugleich beflügelt es offenbar die Gedanken: Bei einer „Albbergtour“ hatte Valentin Salzmann aus Esslingen die Idee, die Verschönerungsvereine des Umlandes besser zu vernetzen. Am 13. August 1888 trafen sich in Plochingen ein Dutzend Männer verschiedener Vereine und setzten Salzmanns Idee um: Der Schwäbische Albverein war geboren.

 

Als erstes Projekt wurde der Bau eines Aussichtsturms auf den Ruinen der Burg Teck ins Auge gefasst. Bereits im Folgejahr konnte die Eröffnungsfeier begangen werden. Ein weiteres Ziel des Schwäbischen Albvereins war (und ist) es laut Satzung, das Wandern zu erleichtern. Dem kamen die aktiven Mitglieder nach, indem sie bis zum Beginn des Ersten Weltkrieges systematisch Wanderkarten erstellten und an ausgesuchten Routen eine brauchbare Beschilderung anbrachten. Der Erfolg gab den Machern Recht, zählte der Verein im Jahre 1914 doch schon rund 40.000 Mitglieder.

 

Nach der „Gleichschaltung“ des Vereins in der NS-Zeit brachte die Nachkriegszeit den demokratischen Aufbruch. Kriegszerstörte Wanderheime wurden wieder aufgebaut und zahlreiche erweitert oder neu errichtet – so beispielsweise in den Jahren 1954/55 an der Burg Teck. Ab den 1970er Jahren gewann der bereits in der Frühzeit des Vereins beachtete Naturschutz zusätzlich an Gewicht. Gegen die Bedrohung des Schönbuchs sowie des Schurwalds bei Stuttgart durch einen geplanten Stausee beziehungsweise durch den Bau einer Autobahn sprachen sich die Aktiven vehement aus – mit Erfolg.

Und wenn die Wanderstiefel Pause haben? Dann wird mitunter getanzt: In vielen Ortsgruppen werden alte schwäbische Tänze gepflegt. Neben dem „Volkstanz-Archiv“ kann der Verein zudem mit seinem „Schwäbischen Kulturarchiv“ aufwarten: Für den echten Schwoab, aber auch für Neigschmeckte (Zugezogene) gibt es hier einiges zu entdecken.

Auch die Generation Smartphone ist vertreten. Die Schwäbische Albvereinsjugend  bringt Kindern und Jugendlichen die Natur näher, bietet Freizeiten und übernimmt Verantwortung für die Welt von morgen:

„Hier erleben Jugendliche gemeinsam eine tolle Zeit in unserer Natur. In einer Zeit mit „Fridays for Future“ ist das Interesse an Nachhaltigkeit, Natur- und Umweltschutz bei Jugendlichen präsenter als je zuvor, diese Themen finden bei der Albvereinsjugend breite Diskussion.“ (Lorena Hägele, Hauptjugendwartin)

 

Wanderstock und Smartphone – warum nicht einfach beides?


Zum Weiterlesen:

  • Schwäbischer Albverein (Hg.): 125 Jahre Schwäbischer Albverein. Gestern – Heute – Morgen, Stuttgart 2013.
  • Schwäbischer Albverein: Homepage.
  • Schwäbische Albvereinsjugend: Homepage.
  • Schwäbisches Kulturarchiv: Digitale Sammlung.

/// Morgen geht es um den Aufbau von Demokratie zwischen Trümmern.

Niemals vergessen – Jugendliche gedenken des Massakers von Sant‘Anna

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12. August 2019 | 560 Menschenleben wurden in den Morgenstunden des 12. August 1944 auf grausamste Weise ausgelöscht. Was damals im kleinen toskanischen Bergdorf Sant’Anna di Stazzema geschah, lässt die wenigen Überlebenden nicht mehr los. Mit roher Gewalt metzelten Mitglieder der 16. SS-Panzergrenadierdivision Männer, Frauen, Alte, Kinder, ja sogar Säuglinge nieder. Enrico Pieri und Enio Mancini waren damals Kinder und überlebten das Massaker nur mit viel Glück. Bleierne Trauer und Fassungslosigkeit ob des Geschehenen ergriffen die Überlebenden und prägte die folgenden Jahre.

Die Täter jedoch blieben über Jahrzehnte weitgehend unbehelligt, bis das im Jahre 1994 in Rom entdeckte Aktenmaterial dazu genutzt wurde, zehn Verantwortliche im Jahre 2005 zu lebenslänglichen Haftstrafen zu verurteilen. Vollstreckt werden konnte das italienische Urteil nicht, denn die Täter befanden sich in Deutschland und eine Auslieferung fand nicht statt. Mit Empören nahm die italienische Seite das Ergebnis eines Verfahrens in Stuttgart auf, das den Tätern keine individuelle Schuld beschied und diese somit freisprach. Die abweichenden Entscheidungen anderer deutscher Gerichte kam zu spät, waren die Täter doch entweder bereits verstorben oder nicht mehr haftfähig.

„Nie wieder Sant’Annas!“ Die Gedenkstätte in Sant’Anna di Stazzema (Bildnachweis: querwege).

Bereits 2012 brachen deutsche Unterstützer der italienischen Opferverbände zu einer Solidaritätsfahrt nach Sant’Anna auf und sendeten das Signal aus: Ihr führt euren Kampf um Gerechtigkeit nicht allein, erinnert sich Eberhard Frasch, aktiv in der „Initiative Sant’Anna“ der AnStifter Stuttgart. Im Folgejahr nahmen erneut 50 Menschen aus Baden-Württemberg an den italienischen Gedenkveranstaltungen teil, unter ihnen auch Ministerpräsident Winfried Kretschmann und Staatsrätin Gisela Erler.

Bewegt von den Erfahrungen sicherte die politische Seite Unterstützung und Gelder zu, die unter anderem in das erste Friedenscamp der AnStifter floss. Deutsche und italienische Jugendliche sollen sich gemeinsam der Geschichte des Massakers vor Ort annähern, erklärt Eberhard Frasch. Dazu gehören unter anderem Gespräche mit den Zeitzeugen Pieri und Mancini sowie das Erstellen eines Beitrags zur Gedenkfeier. In Workshops widmen sich die Jugendlichen aktuellen Fragen rund um Europa, Völkerverständigung und Demokratie. Dies ist ganz im Sinne der Überlebenden: „Werdet Europäer! Fühlt euch europäisch! Wir brauchen Europa.“ Es sei wichtig, internationale Freundschaften zu knüpfen und zusammenzuhalten, betont Enrico Pieri. Camp-TeilnehmerInnen wie Christina Gohle fassen die intensive Reise wie folgt zusammen: „Sie hat uns weinen und lachen lassen“.

Auch in diesem Jahr findet 75 Jahre nach dem Massaker wieder das Friedenscamp statt. Es ist ein Baustein für Enrico Pieris Maxime „Nie wieder Sant’Annas“ !


Zum Weiterlesen und -forschen:

/// Die Alb ruft. Morgen ziehen wir wieder die Wanderstiefel an.

„Gleiches Recht als Staatsbürger“ – die Charta der Heimatvertriebenen

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5. August 1950 | Neben vielen anderen schönen Dingen (z.B. einem meist fröhlichen Fest am Neckarstrand, einem nicht immer erfolgreichen, gleichwohl großartigen Fußballverein und dem Gartenhaus eines genialen Erfinders) ist Bad Cannstatt völlig zu Recht stolz auf seine umfangreichen Mineralquellen. Im Gegensatz zu den Bewohnern des gegenüberliegenden Neckar-Ufers können sich die Cannstatter an einem Großen und Kleinen Kursaal erfreuen, die an die prächtigen Zeiten des Badeortes Cannstatt erinnern. Im angrenzenden Kurpark wird auch an ein anderes Ereignis erinnert, das leider gar nichts mit den schönen Dingen des Lebens zu tun hat. Am 5. August 1950 unterzeichneten die Vertreter der Vertriebenen im Großen Kursaal die „Charta der deutschen Heimatvertriebenen“.

 

 

Wasser statt Wein – der Große Kursaal war der passende Ort für die Unterzeichnung, denn zum Feiern gab es fünf Jahre nach Kriegsende nur wenig. Mehrere Millionen Deutsche, die durch Vertreibung und Flucht ihre Heimat verloren hatten, versuchten mühsam ihre Existenz wieder aufzubauen. Willkommen waren die wenigsten gewesen. Die Vorbehalte der eingesessenen Bevölkerung gegenüber den Neuankömmlingen waren massiv. Mit den fremden Habenichtsen, die auch noch so ein seltsames Deutsch sprachen, wollten die wenigsten etwas zu tun haben oder gar teilen. Bei den Vertriebenen entstand nicht von ungefähr oft der Eindruck, sie sollten alleine den Preis des verbrecherischen Krieges und der Niederlage zahlen.

Umso beachtlicher war die „Charta der Heimatvertriebenen“. Immer wieder ist in den letzten Jahren auf die Unzulänglichkeiten und Lücken des Textes hingewiesen worden. Ja, es stimmt, heute würde manches anders und deutlicher formuliert werden. Aber das ändert nichts an dem wegweisenden Charakter der Erklärung. Die klare Absage an „Rache und Vergeltung“ war einer der großen Schritte hin zu einem friedlichen Europa. Das „Recht auf Heimat“ wurde zwar als eines der „Grundrechte der Menschheit“ postuliert, aber es sollte gerade ausdrücklich nicht durch Gewalt verwirklicht werden. Wer sich ein wenig mit der europäischen Geschichte beschäftigt hat, wird die Bedeutung dieser Haltung leicht zu schätzen wissen.

Das unzweideutige Plädoyer „für die Schaffung eines geeinten Europas“ und die Forderung nach einer vollen Integration der Vertriebenen im eigenen Land, verleihen der Charta neben dem Gewaltverzicht bis heute Gewicht:

1. Gleiches Recht als Staatsbürger nicht nur vor dem Gesetz, sondern auch in der Wirklichkeit des Alltags.

2. Gerechte und sinnvolle Verteilung der Lasten des letzten Krieges auf das ganze deutsche Volk und eine ehrliche Durchführung dieses Grundsatzes.

3. Sinnvollen Einbau aller Berufsgruppen der Heimatvertriebenen in das Leben des deutschen Volkes.

4. Tätige Einschaltung der deutschen Heimatvertriebenen in den Wiederaufbau Europas.

 

 

Die Forderungen blieben nicht auf den Kursaal beschränkt. Am nächsten Tag wurde die Charta in Stuttgart vor bis zu 100.000 Menschen vorgetragen. Den Rahmen bildete die mahnende Ruine des Neuen Schlosses. Wer heute das Glück hat, dort Konzerte anhören zu können, sollte auch einmal an die Augusttage im Sommer 1950 denken und ein Gläschen darauf trinken. Es muss ja nicht unbedingt Mineralwasser sein.


 

/// Am 12. August sind wir zwar in der Toskana, aber leider nicht im Urlaub.